Read Vierzig Jahre: Ein Lebensbericht by Günter de Bruyn Online

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Als die DDR gegründet wurde, war Günter de Bruyn 22, als der Staat von der politischen Bühne abtrat, 63 Jahre alt. Die vierzig Jahre, die dazwischen liegen und den größten Teil seines bewußten Lebens ausmachen, hat de Bruyn in der DDR verbracht. In diesem Buch berichtet er so offen, so uneitel, ruhig und gewissenhaft, wie dies bislang wohl noch nie geschah, vom Leben einesAls die DDR gegründet wurde, war Günter de Bruyn 22, als der Staat von der politischen Bühne abtrat, 63 Jahre alt. Die vierzig Jahre, die dazwischen liegen und den größten Teil seines bewußten Lebens ausmachen, hat de Bruyn in der DDR verbracht. In diesem Buch berichtet er so offen, so uneitel, ruhig und gewissenhaft, wie dies bislang wohl noch nie geschah, vom Leben eines Bürgers in einem diktatorischen Staat und setzt damit seine vielbeachtete autobiographische Zwischenbilanz fort.»Wenn man unter den deutschsprachigen Schriftstellern unserer Jahrzehnte denjenigen auszeichnen wollte, der die Arroganz bis zum letzten Hauch aus seiner Sprache getilgt und die Fairneß zur Arbeitsmoral erhoben hat, gehörte Günter de Bruyn der Preis.«Sibylle Wirsing, "Frankfurter Allgemeine"...

Title : Vierzig Jahre: Ein Lebensbericht
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ISBN : 9783596142095
Format Type : Paperback
Number of Pages : 264 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Vierzig Jahre: Ein Lebensbericht Reviews

  • Dan Richter
    2019-02-09 14:27

    Trockenes Bekenntnis über die Jahre der DDR. De Bruyn versucht, sich so weit wie möglich herauszuhalten aus allem Politischen, muss aber erkennen, dass es das System nicht zulässt. Als Schriftsteller ist er nun mal exponiert. Begegnungen mit der Stasi. Teilweise getrübte Erinnerungen zu seinen Gunsten werden schockartig durch Stasi-Akten korrigiert. Erinnerung ist seine Stärke jedenfalls nicht. Der Text beispielhaft zum Thema Zivilcourage und Reflexion. "Das Beispiel Biermanns und Kunzes erwägend, schwankte ich zwischen Visionen von heldenhaften Protestaufrufen und Albwachträumen, die mit Schreibverboten und Haftstrafen endeten. Ich machte mir Vorwürfe, weil ich Fluchtmöglichkeiten versäumt hatte, träumte von zensurlosem Schreiben in Westberlin oder Hamburg und fand es gleichzeitig widersinnig, ohne Lebensbedrohung aus einer Gegend, die die meine war, wegzugehen. Ich war stolz darauf, aller Bedrückung zum Trotz auszuhalten, und verachtete mich meiner Seßhaftigkeit wegen, an deren Ende womöglich die provinzielle Verblödung stand". Das schlechte Gewissen bleibt seltsam abstrakt und eher ans Selbstbild gekoppelt. Eigentlich will er ja nur ein einfacher Schriftsteller im märkischen Dorf bleiben, den man in Ruhe lässt. Aber selbst die hat man nicht in Ruhe gelassen.